Obwohl es in erster Linie mein Ziel ist Boa constrictor so zu erhalten wie sie in der Natur vorkommen habe ich mich dazu entschlossen, aufgrund dem wachsenden Interesse die beliebtesten Mutationen von Boa constrictor auf dieser Seite vorzustellen. |
Boa Morphs
Unter einen "Morph" versteht man einen Gendefekt oder Genmutation die das Erscheinungsbild des betroffenen Tieres von den anderen Vertreter seiner Art unterscheidet. Um als Morph bezeichnet zu werden muss diese Mutation vererbbar sein.
Albino - Original
Albino - Sharp
Albino - T+
| Das T beim T+ Albino steht für das vorhanden sein der Aminosäure Tyrosin (=Tyrosin Positiv). Tyrosin ist notwendig für die Produktion von Melanin und fehlt bei den „Normalen“ Albino Varianten. Dadurch haben T+ Albinos auch keine roten Augen und können auch schwarze Sprenkeln entwickeln. Auch die Albino Typischen Farben Gelb und Rot erscheinen beim T+ Albino dunkler. Als Babys sind diese Albinos eher blass und unscheinbar, sie gewinnen aber im Alter immer mehr an Farbe und Kontrast. | ![]() |
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Vererbung: Einfach Rezessiv |
Foto: Jeremy Stone |
Anery - Typ 1
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Anerythristischen Tieren fehlen die roten Farbpigmente. Bei Babys dominieren hauptsächlich schwarze und braune Frabtöne. Im zunehmenden Alter kommt immer stärker die farbe Gelb zum Vorschein. Typisch für adulte Anery Boas ist eine gelb-bräunliche Färbung. |
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Vererbung: Einfach Rezessiv |
Foto: Jeremy Stone |
Anery - Typ 2
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Typ 2 Anery Boas unterscheiden sich teilweise durch eine dunklere Färbung von Anery Boas des Typ 1. Außerdem entwickeln sie im Alter keine Umfärbung ins Gelbe. Daher gehen viele davon aus, dass Anery Typ 2 Boas auch axantisch sind, also keine gelben Farbpigmente entwickeln können. Ob dies wirklich der Fall ist, wird man erst in ein paar Jahren genauer wissen, wenn man sieht wie sich die bis jetzt noch nicht erfolgreich gezüchteten Blizzard Boas im Alter entwickeln. |
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Vererbung: Einfach Rezessiv |
Foto: Chris Gilbert |
Blood
Hypo
| Als Hypo bezeichnet man ein hypomelanistischen Tier. Sie weisen eine verringerten Anteil an schwarzen Farbpigmenten auf. Dies hat den Effekt, dass es so scheint als ob die anderen Farben verstärkt werden. Hypomelanistische Tiere kommen vereinzelt in dem gesamten Verbreitungsgebiet von Boa c. imperator vor. In der Natur sind sie in Panama sogar relativ häufig anzutreffen. Als Co-dominante Farbform haben Hypos eine so genannte Superform, welch optisch aber nicht immer erkennbar ist. | ![]() |
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Vererbung: Co-dominant |
Foto: Jeremy Stone |
Hypo - Salmon
Hypo - Orange Tail
Jungle
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Jungle ist eine reine Zeichnungsmutation die aberrante Schwanz- und Sattelfleckenzeichnungen verursacht. Die Ausprägung ist aber starken Abweichungen unterzogen, so kann es sein, dass ein Tier zwar eine Jungle-Boa ist aber kein aberrante Muster aufweist. Die Superform (Super-Jungle) weist in den meisten Fällen eine noch stärkere Abweichung von der normalen Zeichnung auf. |
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Vererbung: Co-dominant |
Foto: Jeremy Stone |
Leopard
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Bei einer Verpaarung zweier Boa c. imperator aus der Sanora Wüste wurde die Leopard Zeichnungsmutation entdeckt. Die Grundfarbe dieser Boas geht von einem dunklen Braun bis ins Schwarz, wobei der Körper mit weiss-gräulichen Sprenkeln und kleinen Kreisen übersät ist. Durch diese Leoparden ähnliche Zeichnung lag die Bezeichnung dieses Morphs auf der Hand. |
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Vererbung: Einfach Rezessiv |
Foto: Chris Gilbert |
Motley - Typ 1 (Kolumbien)
Motley - Typ 2 /CA)
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Eine weitere Form der Motley Mutation ist in Europa entdeckt worden. Die Eltern dieser Tiere waren zentralamerikanischen Ursprungs und daher sind die Tiere dieser Motley Variante kleiner als die der Kolumbianischen. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Varianten besteht zum Einem darin, dass bei den Typ 2 Motleys der Schwanz nicht zu einen Streifen oder einem "Ladder-Tail" zusammengeht und in einem leicht dunkleren Erscheinungsbild. |
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Vererbung: Co-dominant |
Foto: Jeremy Stone |
Pastel
Scoria
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Eine der jüngsten Mutationen ist die Scoria Boa. Es handelt sich um eine orange-lachsfarbene Boa ohne Sattelflecken. Nur entlang den Flanken zieht sich ein Streifen, von weiss umrandeten schwarzen Flecken entlang des Körpers, diese Musterung bildet dann am Schwanz eine Zeichnung von schwarz-weissen Bändern. |
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Vererbung: Möglicherweise Co-dominant |
Foto: Jeff & Jen Defoe |
Designer Morphs
Durch die Kombination verschiedener Mutationen entstehen die so genannten Designer-Morphe. Aufgrund der immensen Kombinationsmöglichkeiten habe ich mich dazu entschieden nur eine kleine Auswahl genauer vorzustellen.
Ghost
| Die Ghost Boa ist eine Kombination aus einer Anery Typ1 und einer Hypo Boa. Durch das fehlen roter Farbpigmente und dem reduzierten Schwarzanteil entsteht eine Boa die besonders als Jungtier wie ausgewaschen wirkt. Im Alter nehmen die Farben ein wenig zu. Im Vergleich mit der Anery Boa zeigt die Ghost viel hellere Brauntöne was sich besonders bei den Schwanzflecken zeigt. | ![]() |
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Vererbung: Einfach Rezessiv + Co-dominant |
Foto: Jeremy Stone |
Snow / Blizzard
| Aus einer Verpaarung von Albino + Anery Typ1 entstand die erste Snow Boa. Während Snow Babys noch zur Gänze weiss sind, nehmen sie im Alter immer mehr gelbe Farbtöne an. Dies liegt daran, dass bei dieser Kombination nur die Farben Rot und Schwarz unterdrückt werden. Es gab im Jahr 2007 schon einen Versuch so genannte Blizzard Boas mit einer Anery Typ2 Boa zu Züchten. Das Ergebnis waren ebenfalls weisse Babys. Da aber alle Blizzard-Babys Totgeburten waren konnte die farblich Entwicklung nicht beobachtet werden. | ![]() |
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Vererbung: 2x - Einfach Rezessiv |
Fotos: Jeremy Stone |
Neben Snow und Blizzard Boas gab es 2007 einen weiteren Versuch weisse Boas zu Züchten. Durch die Kombination einer schwarzen Supermotley und einer Albino Boa entstand das Tier am Foto nebenan. Obwohl auch hier schon Gelb am Rücken durchkommt wird es interessant zu sehen wie sich das Tier weiterentwickelt, da Supermotley Boas zeichnungslos sind. |
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Sunglow
Sunset / Hypo Hog